Was ist eigentlich Freestyle Ski? Kann das jeder?

Freestyle-Ski (auch Freeski) ist die moderne Bezeichnung für Skiakrobatik, Trickskilaufen oder Skikunstlauf. Freestyle Ski wurde von dem norwegischen Olympiasieger und Weltmeister Stein Eriksen um 1960 ins Leben gerufen. 1966 wurden die ersten offiziellen Wettkämpfe in Waterville Valley, New Hampshire veranstaltet.

Hohe, spektakuläre Sprünge sind im Freestyle Ski keine Besonderheit

Erst 1979 wurde Freestyle Ski als eigene Sportart vom FIS anerkannt. Da Freestyle Ski einen großen Aufschwung erlebte, wurde es bei den Olympischen Winterspielen 1988 erstmals als Demonstrationswettbewerb zugelassen. 1992 wurde die Disziplin Buckelpiste Teil des offiziellen olympischen Programms. 1994 wurde auch die Disziplin Aerials olympisch. Erst später kamen die restlichen Disziplinen dazu. Freestyle-Skiing umfasst fünf Disziplinen, die alle auf Alpinskiern ausgeführt werden müssen. In jeder Punktedisziplinen vergibt eine qualifizierte Jury je nach Leistung des Sportlers Punkte, die am Ende addiert werden. Der Sportler mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt die Disziplin.

Punkte-Disziplinen:

  • Aerials (Springen): Hier müssen die Sportler eine Sprungschanze befahren, die fast senkrecht nach unten zeigt. Die Springer nacheinander zwei Saltos, Drehungen und Grätschen kombinieren und so möglichst Kunstsprünge zeigen. Bei dieser Disziplin vergibt die Jury Punkte für die Schwierigkeit und für die Ausführung des Sprunges.
  • Moguls (Buckelpiste): Bei dieser zweiten Disziplin müssen die Sportler eine Buckelpiste durchfahren (die meist künstlich angelegt wird) und jeweils zwei Sprünge absolvieren. Seit 2003 sind auch Saltos erlaubt. Hierbei bewertet die Jury die Fahrgeschwindigkeit (25%), die gefahrene Technik (50%) und die Ausführung der Sprünge (25%).
  • Half Pipe: Die dritte und letzte Punkte-Disziplin ist die sogenannte „Half Pipe“. In dieser zeigen die Sportler beliebige Sprünge, Tricks und andere waghalsige Manöver. Hier wird ebenfalls die Schwierigkeit und die Ausführung bewertet. Die Punkte werden nach jedem Durchgang zusammen gezählt.

In den letzten zwei Disziplinen kämpfen die Sportler in einem Kopf-an-Kopf-Rennen gegeneinander. Es werden keine Punkte gezählt.

  • Dual Moguls: Hierbei fahren zwei Sportler auf der Buckelpiste gegeneinander (parallel). Dual Moguls erfolgen nur im Finale der besten 16. Die Qualifikation erfolgt als Einzelrennen.
  • Ski Cross: Dies ist die letzte Disziplin des „ Freestyle Ski“. Hier kämpfen jeweils vier bis sechs Sportler mittels des KO-System um den Sieg. Sie müssen einen vorgegebenen Kurs abfahren, der viele Steilkurven, Sprünge, Wellen usw. beinhaltet. Die beiden Erstplatzierten steigen in die nächste Runde auf. Die Plätze werden in einem kleinen (fünf bis acht) und einem großen Finale (eins bis vier) ermittelt.

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