Wachsen von Skiern – das sind die Tricks

Wachsen von Skiern erfordert einiges an Wissen, wenn der Belag am Ende auch gut werden soll. Dieser Artikel klärt über einige Faktoren auf, die beachtet werden müssen. Wer seine Ski selber wachsen möchte, muss einiges beachten, damit das Ergebnis am Ende auch zu gebrauchen ist und die Skier nicht beschädigt werden.

Unerlässlich ist die Wahl des richtigen Wachses. Die Wahl des Wachses hängt von verschiedenen Faktoren, wie beispielsweise Temperatur und Feuchtigkeit ab.

Die Temperatur

Auf den gängigen Wachssorten ist meistens ein Hinweis vermerkt, für welche Temperaturen das jeweilige Produkt geeignet ist. Meistens ist ebenfalls angegeben, ob sich die Temperaturangabe auf die Schnee- oder die Lufttemperatur bezieht. Im Zweifel wird jedoch die Lufttemperatur als Anhaltspunkt genommen.

Die Feuchtigkeit

Neben der Temperatur ist auch die Luftfeuchtigkeit bei der Wahl des Wachses entscheidend. Dabei sind sowohl die allgemeinen Gegenbenheiten, als auch aktuelle Niederschläge zu beachten.

Art des Schnees

Auch die Art des Schnees ist für die Wachswahl entscheidend. Die Form der Schneekristalle entscheidet sowohl über die Festigkeit des Schnees, als auch über die Reibung. Kommt es beispielsweise zu einer Erwärmung des Schnees, steigt der Wasseranteil des Schnees. Dabei füllen sich die Porenräume zwischen den Kristallen mit Wasser. In diesem Fall sollte das Wachs idealerweise wasserabweisende Eigenschaften bieten. Weitere Informationen zu der Umwandlung von Schnee finden sie in dem dazugehörigen Artikel.

Ski Selber wachsen

Natürlich könnte man die Arbeit auch einem Fachmann überlassen, doch der ein oder andere wird diese Arbeit sicherlich gerne selber verrichten. Neben dem Wachs selber sind noch ein paar andere Materialien nötig, um die Ski zu wachsen. Einige Materialen dürften sich eventuell bereits im eigenen Haushalt anfinden, die restlichen sind im gut geführtem Sportgeschäft zu bekommen.

1. Bügeleisen (es gibt spezielle Bügeleisen für das Auftragen von Wachs)
2. Abziehklinge
(z.B. von Holmenkol oder ToKo)

Bevor mit dem Ski wachsen begonnen wird, muss der alte Wachs entfernt werden. Dazu eignet sich am besten ein entsprechender Wachsentferner (empfehlen kann ich Wax Remover HC3 von Toko). Mit diesem lässt sich der Ski genügend gründlich reinigen. Aber auch andere Reinigungsmittel können benutzt werden, wobei darauf zu achten ist, dass das Mittel nicht zu aggressiv ist und den Belag des Ski nicht angreift.

Nun kann das Wachs mit Hilfe des Bügeleisens aufgetragen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die komplette Lauffläche des Ski bedeckt ist. Zu dick sollte die Schicht jedoch auch nicht sein, es reicht aus wenn die Wachsschicht gerade noch erkennbar ist. Achtung bei der Temperatur! Temperaturen über 150° C können die Lauffläche des Ski irreparabel beschädigen. Je nach Wachs empfehlen sich unterschiedliche Temperaturen. Harter Wachs sollte im Bereich von circa 120° bis 140° eingebügelt werden, weicherer Wachs von circa 105° bis 120°. Wer Angst hat, hier am Anfang Fehler zu machen, der kann sich einen Überzug für das Bügeleisen besorgen. Dies hat den Effekt, dass der Ski geschont wird und das Wachs gleichmäßiger verteilt wird. Solche Überzüge gibt es zum Beispiel von dem Hersteller Kunzmann.

Nachdem der Wachs komplett aufgetragen wurde, wird der überschüssige Wachs mit der Abziehklinge abgezogen. Dabei sollte auch das Wachs an den Kanten des Ski entfernt werden. Danach beginnt die Nachbearbeitung. Eigentlich ist es ausreichend den Ski nun mit einem weichen Tuch in Laufrichtung abzureiben. Wer jedoch Wert auf Gründlichkeit legt, benutzt eine spezielle Polierbürste. Dabei wird der Belag in Laufrichtung mit dieser gründlich poliert.

Übersommern

Wer seine Ski über den Sommer einlagert, kann die Ski mit einer etwas dickeren Wachsschicht überziehen, die auch die Kanten mit einschließt. Dies hat den Vorteil, dass der Belag nicht austrocknen kann. So kann dieser nicht spröde werden. Außerdem werden so die Kanten vor Rost geschützt.

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