Snowkiten – das etwas andere Skierlebnis

Kiten hat sich im Wassersport schon seit Jahren durchgesetzt und erfreut sich wachsender Beliebheit. In letzter Zeit greift das Kitefieber auch auf viele Wintersportler über. Tatsächlich gehen die Ursprünge des Snowkiten bzw. des Skisailings bis in die 80er Jahre zurück. So wurden verschiedene Kite- und Segelsysteme bei Polarexpiditionen eingesetzt um Schlitten und Personen auf Skiern zu ziehen.


Im Vergleich zum Skifahren ist das Snowkiten dennoch eine sehr junge Sportart, verzeichnet aber rasante Wachstumszahlen. So verwundert es auch nicht, dass die Anzahl der Anbieter für Snowkite-Kurse in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind. Oft sind es etablierte Skischulen, die ihr Programm um das Snowkiten erweitern. Da der Umgang mit dem Kite, besonders bei frischerem Wind, nicht ganz ungefährlich ist, sollte aus Sicherheitsgründen auf waghalsige Eigenversuche verzichtet werden. Wer sich für das Thema interessiert, sollte sich besser nach einem entsprechendem Angebot umschauen. Tageskurse, an deren Ende man meist schon recht flott unterwegs ist, werden ab etwa 100 Euro angeboten. Wer mit einem einzigen Schnupper-Tag nicht zufrieden ist, findet auch Anbieter, die Wochenkurse anbieten. Für erfahrene Skifahrer bzw. Snowboarder ist die Lernkurve meist recht hoch und so stehen am Ende einer Kite-Woche bei einigen Fahrern schon die ersten Sprünge auf dem Programm. Je nach Windverhältnissen und Größe des Kites sind mitunter ziemlich hohe und vor allem lang andauernde Sprünge möglich. Einige Eindrücke vom SnowKiten findet ihr in unserer Gallerie “SnowKiten”.

Ablauf eines Einsteigerkurses

Snowkiter beim Sprung

Zur Gallerie "SnowKiten"

Ein typischer Einsteigerkurs teilt sich in verschiedene Bereiche. Nach einer Theorieeinführung, in der der die nötigen Kenntnisse (z.B. Steuerung des Kites) und Sicherheitsaspekte vermittelt werden, folgen die ersten Trockenübungen. Diese bestehen darin, dass zunächst das Lenken des Kites geübt wird. Wer schon einmal einen Lenkdrachen hat steigen lassen, wird sich hier recht leicht tun. Das Handling des Kites erfordert zwar ein wenig Feingefühl, ist jedoch recht schnell erlernbar. Ist der Kite sicher beherrschbar, folgt der nächste Schritt und es geht auf die Skier. Meist ist hier der verwendete Kite noch kleiner, sodass die Geschwindigkeiten am Anfang nicht zu hoch werden und man nicht unkontrolliert Luft fliegen kann. Trotzdem sind schon recht ansähnliche Geschwindigkeiten auch mit kleinen Kites möglich, da Skier bzw. ein Snowboard recht wenig Reibung erzeugen. Profis erreichen so Geschwindigkeiten von über 70 Kilometern pro Stunde.

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