Skibindung und der Z-Wert – Bindung einstellen

Bei dem sogenannten Z-Wert einer Skibindung handelt es sich um einen genormten Wert (nach DIN), der angibt, wie hoch die Auslösekraft der Bindung ist. Eine falsche Einstellung stellt ein hohes Gefahrenpotential dar, wobei eine zu hart eingestellte Bindung sehr gefährlich werden kann.

Gefahren durch falsche Bindungseinstellung

Eine zu weich eingestellte Bindung, also eine Bindung die sehr leicht auslöst (niedriger Z-Wert) kann in bestimmten Situationen zur Gefahrenquelle werden. Löst sich einem bei der Abfahrt plötzlich und ohne bestimmten Grund ein Ski aus der Bindung, ist dies ein Indiz dafür, dass die Bindung zu weich eingestellt ist. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten kann so ein Fehlverhalten zu gefährlichen Stürzen führen.

Wesentlich gefährlich jedoch ist eine zu hart eingestellte Bindung (hoher Z-Wert). Das größte Gefahrenpotential entwickelt eine zu hart eingestellte Bindung bei einem Sturz. Löst die Bindung nicht aus, verdreht sich oft das Knie. Sehnen und Bändern werden besonders beansprucht. Statistisch gesehen sind die Knieverletzungen beim Skifahren zwar rückläufig, jedoch machen Knie Verletzungen bei Skiunfällen mit 34% immer noch den größten Part aus. Danach folgen mit 17% Verletzungen von Unterschenkel, Sprunggelenk, Fuß bzw. Schultern und Oberarm (ebenfalls 17%). Dies geht aus der Studie “Sicher im Schnee (PDF)” (Datenerhebung 2001-2008, durchgeführt von DSV, Intersport und schneehoehen.de). Spezielle Skigymnastik Übungen helfen zwar, das Verletzungsrisiko zu minimieren, ein gewisses Gefahrenpotential birgt die Sportart Skifahren trotzdem.

Einstellen der Bindung

Zunächst sollte darauf geachtet werden, dass keine Billig-Ware verwendet wird. Schlecht verarbeitete Materialien halten den Kräften, die beim Skifahren entstehen nicht immer stand. Es spricht nichts dagegen, eine günstige Bindung zu kaufen (Vergleichsportale wie Idealo o.ä. können dabei helfen ein Schnäppchen zu finden) ist nicht unbedingt schlimm, es sollte jedoch nicht unbedingt die Billig-Ware aus China sein.

Passend zur Ski-Saison ist es natürlich praktisch, wenn man seine Bindung selbst einstellen kann. Dabei gibt es zwei verschiedene Methoden, wie eine Bindung eingestellt werden kann. Bei der sogenannten Tibiamethode wird die Breite des Schienbeinknochenkopfes (auf lateinisch: Tibia) gemessen. Je breiter dieser ist, desto größere Belastungen kann das Knie aushalten. Zusammen mit weiteren Faktoren wie Skierfahrung, Geschlecht und Alter ergibt sich dann ein Z-Wert für die Bindung. Heutzutage wird diese Methode jedoch nur noch selten angewendet.

Meistens wird heute die Gewichtsmethode verwendet. Dabei werden Körpergewicht, Körpergröße und Schuhgröße gemessen. Zusammen mit dem Alter des Skifahrers und dem Skityp (Anfänger, Aufsteiger, Profi) wird dann anhand einer Tabelle der richtige Z-Wert ermittelt.

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