Die Wahl des richtigen Skischuh

Genau wie die Wahl der richtigen Skier ist auch die Wahl der richtigen Schuhe nicht immer so ganz einfach. Anders als bei der Wahl der Skier kann ein Fehlkauf der Schuhe jedoch verheerender sein – auf einen nicht optimalen Ski stellt man sich mit der Zeit ein – auf einen drückenden Schuh, welcher Schmerzen verursacht, kann man sich schlecht einstellen. Um den richtigen Schuh zu finden, gibt es ein paar Tipps, welche man beachten sollte.

 

Die Wahl des richtigen Skischuhs nicht einfach

Beratung im Fachgeschäft
Am optimalsten wäre es, wenn man sich in einem Fachgeschäft beraten lässt. Zu verschiedenen Fußformen passen unterschiedliche Skischuhe. Einen Fachmann auf dem Gebiet erkennt ihr daran, dass nicht nur die Größe der Füße gemessen wird, sondern sich der Verkäufer auch die genau Fußform (schmal, breit, etc.) anschaut und danach entscheidet, welcher Skischuh denn für euch passen könnte. Natürlich gibt es keine Garantie, dass der ausgewählte Schuh dann 100% genau passt, letztendlich muss der Schuh einfach anprobiert werden. Es kann auch vorkommen, dass der Fachmann mal daneben liegt – kein Problem, solange der Schuh gut sitzt, könnt ihr nicht alzu viel falsch machen.

Größe der Schuhe
Um die richtige Größe der Schuhe zu bestimmen, muss man unterschiedliche Sachen ausprobieren. Es ist jedoch zu beachten, dass sich die Innenpolsterung der Schuhe nach einer Weile noch nachgibt, und ihr so mehr Platz im Schuh habt als beim Kauf. Um auszuprobieren, welche Größe die richtige ist, zieht beide Schuhe einfach mal an und stellt die schnallt den Schuh auf halbe Stärke zu.

Wenn ihr aufrecht steht, solltet ihr vorne ganz leicht mit den Zehen anstoßen. Geht ihr leicht in die Knie und in Vorlage, rutscht der Fuß nach hinten, darf hinten aber auf keinen Fall nach oben rutschen! Wenn dies der Fall ist, ist der Schuh zu groß. Lehnt ihr euch nach hinten sollten die Zehe vorne anstoßen, jedoch nur ein soweit, dass ihr keinen unangenehmen Druck verspürt.

Auf keinen Fall darf der Schuh zur Seite hin Spielraum haben. Ist dies der Fall ist der Schuh noch zu groß. Drückt eine kleinere Größe dann vorne, so ist die Passform für euren Fuß einfach nicht geeignet. Das Problem bei Freiraum zur Seite ist der, dass dies meistens durch zu stark zu geschnallte Schuhe kompensiert wird. Dadurch wird der Fuß größtenteils durch die Schnallen gehalten und nicht durch die eigentliche Form der Skischuhe. Dies führt dann früher oder später zu unangenehmen Schmerzen.

Flex-Index / Härtegrad
Wie hart oder weich ein Schuh ist, lässt sich teilweise am Flex-Index (Wie hart ist der Schuh?) erkennen. Zu beachten ist hierbei, dass der Flex-Index von Marke zu Marke unterschiedlich ausfallen kann, da er nicht genormt ist. Wenn man also Schuhe anhand des Flex-Index vergleichen möchte, so darf man dies nur innerhalb eines Herstellers tun. Generell gilt, dass ein sehr weicher Schuh relativ bequem ist einem jedoch wenig Kontrolle über die Skier gewährt. Ein sehr harter Schuh ist wenig gepolstert und dementsprechend unbequemer, gewährt einem jedoch mehr Kontrolle. Zu empfehlen ist ein Mittelmaß, da extrem harte Schuhe meist nur von Profi-Sportlern gefahren werden und extrem weiche Schuhe generell nicht zu empfehlen sind.

Anpassung der Schuhe
Es gibt verschiedene Arten der persönlichen Anpassung der Skischuhe an den eigenen Fuß. Einerseits können die Skischuhe selber erhitzt und dann dem Fuß angepasst werden. Von dieser Methode ist eher abzuraten, da dadurch das harte Plastik weich wird, was man möglichst vermeiden möchte. Eine andere Methode des Anpassens ist die Anpassung einer speziellen Sohle. Durch diese Sohle liegt der Fuß im Schuh komplett auf und kann so komplett entspannt werden. Außerdem muss man die Schuhe nicht mehr so fest zuschnallen, da durch die Sohle mehr Grip im Schuh selber gewährleistet ist. Die Kosten für eine solche angepasste Sohle belaufen sich auf ca. 60-70€.

In Bezug auf die Wahl der richtigen Schuhe sollte ebenfalls unser Artikel zum Thema “geschäumte Skischuhe” zu Rate gezogen werden.


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