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Seite 2 von 2 Welche Modelle sind zur Zeit am Markt? Das bekannteste Produkt wird seit Jahrzehnten von der Firma Strolz vertrieben. Strolz hat den Hauptsitz am Arlberg, ist aber in vielen Schigebieten vertreten. Die Besonderheit von Strolzschuhen ist definitiv, dass es hier eine handvoll Schalenmodelle gibt, die sich in den Härtegraden unterscheiden. Strolz gibt für das Gesamtpaket Schale und Innenschuh eine Passformgarantie ab. Es können hier auch leichte Änderungen an der Schale vorgenommen werden, die auch speziell für einen geschäumten Innenschuh konzipiert wurden. Strolz hat sich über Jahre bewehrt und die Firma hat einen sehr großen Erfahrungsschatz im Schäumen. Größter Nachteil ist aber, dass von der Firma Strolz keine nachjustierbaren Schnallen auf die Schale montiert werden. Der Gedanke dabei war: Der Fuß verändert sich nicht, und daher reicht eine einmal vorgenommene Einstellung auch für den Schitag. In der Regel sind aber nachjustierbare Schnallen klar zu bevorzugen, da sich einerseits das Innenschuhmaterial im Laufe das Tages wegen des permanenten Druckes zusammenziehen wird, andererseits kann man auch am Fuß kleinere Umfangsveränderungen bemerken. Die Strolzschnallen sind bei weitem nicht so einfach zu verstellen wie eine handelsübliche feinjustierbare Schnalle. Strolz bietet außerdem keine große Bandbreite an Schalen an. Die bekannteste Alternative zu Strolz ist ein geschäumter Innenschuh von Conformable (Sidas). Hier wird lediglich der Innenschuh geschäumt, als Schale wird eine handelsübliche verwendet, somit kann eine feinjustierbare Schnalle eingesetzt werden. Eigentlich könnte man diesen Innenschuh in (fast) jede Schale (jeder Firma) stecken. Conformable bietet manchmal auch die Möglichkeit einer geschäumten Zunge (oft allerdings erst auf Anfrage).Diese Variante ist nicht ganz so sehr verbreitet wie Strolz. Dies sind die handelsüblichen Varianten und es wird schwer fallen, etwas anderes zu finden. Selten gibt es auch die Möglichkeit, einen Fabriksinnenschuh (z.b. Salomon, Fischer, etc) samt Schale zu kaufen, der dann geschäumt wird. Dies ist die Methode der Rennläufer, diese haben speziell von der Schifirma angepasste Schuhe. Ein Alltagsschifahrer wird es schwer haben, diese Möglichkeit auszuschöpfen. Erwähnenswert ist an dieser Stelle aber, dass es im Onlinehandel bei Ski-Bilek einige wenige Fischermodelle gibt, die über einen Fabriksinnenschuh verfügen, der von der Firma Bilek geschäumt wird. Interessant an dieser Variante ist der relativ günstige Preis (ca400Eur für den gesamten Schuh). Geschäumt wird dann beim Ski-Bilek. Muss ich, wenn ich Problemfüße habe, diese teuren Schuhe kaufen, oder gibt es eine andere Lösung? Nun, der geschäumte Schuh ist nun schon seit Jahrzehnten am Markt und hat seine Berechtigung. Die Alternativen zum geschäumten Schuh sind einerseits extrem weiche Komfortschuhe, die aber für die sportlichen Schifahren nicht in Betracht kommen und die sich auch nicht richtig durchgesetzt haben, oder aber ein Thermoschuh. Thermoverformbare Schuhe verfügen über einen Innenschuh der kurz erhitzt wird, und sich dann an den Fuß anpasst. Dieser Vorgang kann einige Male wiederholt werden. Auch dieser Anpassungsvorgang sollte vom Fachmann betreut werden. Der Grat der Anpassung ist bei diesem Schuh zwar nicht ganz so hoch wie beim geschäumten, allerdings ist ein Thermoschuh deutlich billiger. Es empfiehlt sich jedenfalls beim Händler nachzufragen, welche Variante für den jeweiligen Fuß in Betracht gezogen werde kann. Wenn man die Zeit hat, sollte man auch mehrere Meinungen einholen, um sicher zu gehen, dass der Händler nicht gerade das nahe legt, was er auf Lager hat. Abschließend möchte ich sagen, dass es sich lohnt, Geld in einen angepassten Schuh zu investieren, denn viele von uns wissen, dass ein schmerzender Fuß einem den schönsten Wintertag vermiesen kann. Nur mit der richtigen Ausrüstung können wir all die Freunden auch genießen, die uns die Berge schenken können. (mh)
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